Forschung: In situ Neutronenbeugung

In situ Neutronenbeugung/metastabile Phasen

Im Rahmen des SPP1415 „Kristalline Nichtgleichgewichtsphasen - Präparation, Charakterisierung und in situ-Untersuchung der Bildungsmechanismen" sollen die Bildung von metastabilen Metall-Nitriden sowie die Nichtmetallordnungen und Umordnungsmechanismen durch in situ-Neutronenbeugung studiert werden. Dazu wird in Kooperation mit PD Dr. Holger Kohlmann (Institut für Anorganische und Analytische Chemie und Radiochemie, Universität des Saarlandes) eine Messanordnung entwickelt, die als zentrale Einheit eine Probenkammer aus einem Saphir-Einkristall enthält und als Prozessbedingungen einen maximalen Gasdruck (D2, N2, ND3) von bis zu 400 bar und eine maximale Temperatur von 600 °C ermöglichen soll. Die experimentellen Arbeiten werden in enger Abstimmung mit theoretischen Vorhersagen, Stabilitätsberechnungen, und bindungstheoretischen Betrachtungen durchgeführt (Kooperation mit Dr. Helge Rosner, Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe, Dresden), wobei weiterhin Augenmerk auf die zu erwartenden physikalischen Eigenschaften zu richten ist. Ziel ist es, die Nukleation und Bildung metastabiler Phasen zu verstehen, um eine gezielte und vorhersagbare Synthese zu gestatten.

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