Forschung: Pniktidchalkogenide

Pniktidchalkogenide/nichtmagnetisches Kondoverhalten

Pniktidchalkogenide von Metallen wie Uran, Thorium, Zirkon und Hafnium zeigen ein nichtmagnetisches Kondoverhalten bei tiefen Temperaturen, welches zurzeit in der Festkörperphysik auf großes Interesse stößt. Die Phasenverhältnisse, Kristallstrukturen und Homogenitätsbereiche der auftretenden Phasen sind weitestgehend ungeklärt. Entsprechend sollten Abhängigkeiten der physikalischen Eigenschaften von der Zusammensetzung und den Kristallstrukturdetails wichtige Informationen zum tieferen Verständnis des physikalischen Hintergrundes liefern. Ein wichtiges Projekt mit mehreren Kooperationspartnern mit festkörperchemischer und festkörperphysikalischer Ausrichtung (Institute of Low Temperature and Structure Research, Wroclaw, Polen und Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe, Dresden)  widmet sich entsprechend der genauen Analyse dieser und weiterer Seltenerdmetall-Systeme.

pnict_chalk.png

Elektrischer Widerstand und Wämekapazität eines ZrAs1,4Se0,5-Kristalls als Funktion der Temperatur.  Einschub oben links: Tieftemperaturbereich des Widerstandes < 19 K ohne und mit äußerem Magnetfeld.